Die therapeutischen Wirkungen von Ouabain in der Behandlung von Herzinsuffizienz sind in Jahrzehnten klinischer Erfahrungen vielfach unter Beweis gestellt worden. An den Wirkungen nach intravenöser Anwendung gibt es keine Zweifel, sie sind unumstritten. Die Zweifel an zuverlässigen Wirkungen nach oraler Applikation beruhen auf Unkenntnis der Bedeutung von Galenik, falschen Vorstellungen zur Rolle der Bioverfügbarkeit und nicht geeigneten Indikationsstellungen. Die durch aktuelle Forschungsergebnisse experimentell gut abgesicherten Wirkungsmechanismen des Ouabain belegen, dass dieser Wirkstoff über ein bisher nicht ausgeschöpftes Potenzial in der Behandlung von Herzinsuffizienz verfügt. Zusammen mit der guten Verträglichkeit sind damit ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Medikamentenentwicklung gegeben.

Ouabain gehört chemisch zur Klasse der Herzglykoside, welche heute in Form von Digitalispräparaten (Digoxin, Digitoxin) in den Leitlinien zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz nur noch als Reservemittel empfohlen werden. In der Pharmaindustrie besteht an diesen Wirkstoffen kein Interesse mehr. Es bedarf deshalb risikobereiter Investoren, die bereit sind, das klinische und wirtschaftliche Potenzial von Ouabain zu erschließen. Die Gründung eines mit Risikokapital finanzierten Unternehmens bietet sich an. Das start-up Unternehmen Cornavita soll gegründet werden, um die klinische Entwicklung und die Neuzulassung von Ouabain in der Indikation Herzinsuffizienz durchzuführen.